Ich entgoogle und entfacebooke mich

Vor genau einem Jahr habe ich Whatsapp den Rücken gekehrt. Zusammen mit meinen Aufenthaltsorten bekam ich bei Facebook dann so auffällig und gezielte Werbung, dass ich es als unheimlich empfand. Hier ein paar Links zum selbst lesen:

Nun habe ich mich entschlossen, auch Google und Facebook entgültig den Rücken zu kehren. Das klingt sehr hart auf den ersten Blick.

Facebook war mein täglicher Begleiter. Aber wenn ich ehrlich bin, so habe ich kaum noch Nutzen aus Facebook gezogen. Diejenigen, die mich interessieren, sind passive Facebooknutzer. Und der Rest ist einfach nur Mist, der nicht wirklich lebensrelevant sind und beim Lesen jeden Tag nur eins bedeutet: Zeit fressen. Daher habe ich mich zu einem Facebook-Verzicht entschieden. Eigentlich wollte ich einen Monat durchhalten. Doch nach 15 Tagen ist mir klar geworden: Ich will es nicht mehr! Ich vermisse nichts!

Google war bis zum Schluss noch meine Schnittstelle zum Android-Handy (Kalender, Kontakte, Cloud). Seit einem Jahr habe ich schon LineageOS  installiert (ein Android ohne Google). Nun habe ich mir selbst eine Cloud gebastelt und alle Daten dahin verschoben. Dann habe ich mir angeschaut, was Google alles so über mich weiß: Erschreckend! Sofort habe ich alles gelöscht. Ob Google es auch tatsächlich löscht, kann ich nicht kontrollieren!

 

Grundsätzlich sehe ich zentralisierte Dienste als kritisch an: Die Machtverteilung ist zu einseitig und die Zensur zu groß. Die Zukunft liegt meiner Meinung in dezentralisierten Diensten.

  • Alternative zu Facebook: Diaspora. Das Prinzip ist klasse, leider ist da kaum jemand.
  • Alternative zu Google: DuckDuckGo
  • Alternative zu Whatsapp: Telegram; eigentlich noch besser ist Signal oder XMPP (als Jabber bekannt)

 

 

28. Oktober 2017Permalink